Unsere Methoden in der Psychotherapie
Wir arbeiten auf der Grundlage der Gestalttherapie und der systemischen Therapie.
Gestalttherapie
Der Mensch wird als Einheit aus Psyche, Körper und Geist aufgefasst. Auch die Umwelt, in welcher der Mensch sich bewegt, wird als zusammenhängendes Ganzes gesehen.
Mensch und Umwelt befinden sich in einem ständig wechselnden Prozess.
In der Gestalttherapie wird die gegenwärtige Situation betont: was ist jetzt gerade da? Diese Frage erfordert Bewusstheit. Bewusstheit ist eine Funktion der Wahrnehmung - was spüre ich, denke ich, fühle ich jetzt gerade?
In der Gestalttherapie geht es darum, Phänomene zu beschreiben, nicht zu erklären.
Die Beteiligten haben Augenhöhe. Dadurch wirkt bereits die Beziehung in sich heilsam.
Der Therapeut wertschätzt das Erleben des Klienten/Patienten, akzeptiert den Klient/Patient, wie er ist und bewertet ihn nicht.
Der Therapeut ist vollständig präsent und verstecke sich nicht hinter einer therapeutischen Maske. Er achtet auf seine eigenen Gefühle und Gedanken. Der Patient/Klient interessiert ihn als Mensch - nicht als "Fall".
Ziel ist es, dem Patienten zu "vollem Menschsein" zu verhelfen, seine Bewusstheit zu entwickeln, so dass er Verantwortung für seinen eigenen Heilungsprozess übernehmen kann.
Systemische Therapie
Die Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren und verfügt über eine Vielzahl von Methoden und Anwendungsbereiche.
Ursprünglich war die systemische Therapie als Familientherapie gedacht.
Heute wird sie jedoch auch in unzähligen anderen Zusammenhängen erfolgreich angewendet - und eben auch in der Einzel- und Paartherapie.
Wir arbeiten in dem Bewusstsein, dass sich in komplexen Systemen alle Teile gegenseitig beeinflussen.
Der einzelne Mensch wird also im Beziehungsgefüge seines Umfeldes betrachtet. Symptome werden als Ausdruck bestimmter Beziehungs- und Interaktionsmuster gesehen.
In der Therapie geht es darum, diese Muster deutlich zu machen, die Ressourcen zu aktivieren und die Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern.
Wir arbeiten außerdem mit Elementen aus der kognitiven Verhaltenstherapie sowie mit achtsamkeitsbasierten Ansätzen:
Unsere Therapie besteht hauptsächlich darin, Patienten darin zu unterstützen, ihre dysfunktionalen Kontrollversuche abzubauen.
Dies wirkt sich so aus, dass der Patient unangenehme Empfindungen nicht mehr um jeden Preis vermeiden muss. Er wird in die Lage versetzt, sie zu erleben, und zwar als das, was sie sind - einfach nur unangenehme Empfindungen. Ohne Geschichte und ohne Drama.
Hier benutzen wir unterschiedliche Techniken, die wir teilweise buddhistischen Meditationspraktikern entliehen haben, teilweise aber auch dem Methodenrepertoire anderer therapeutischer Schulen (z.B. Gestalttherapie).
Gemeinsam mit dem Patienten klären wir Werte und Lebensziele, aus denen dann konkrete Handlungsabsichten (commitments) abgeleitet werden.
Es wird übrigens nicht versucht, den Inhalt dysfunktionaler Gedanken zu ändern. Dies ist nämlich nicht nötig. Der Patient erlernt Techniken, mit denen er die Funktion der kognitiven Reaktionen verändern kann und somit in der Lage ist, seine Gedanken von oben zu betrachten - ohne sie zu glauben oder mit ihnen zu verschmelzen.